UV-Druck

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Die Tinte ist nicht der schwierige Teil

Fragt man jemanden, was eine Drucktechnik schwierig macht, zeigt er meist auf das Design: das Logo, die Farben, die korrekte Vorlage. Bei UV-Druck ist das der einfache Teil. Die eigentliche Schwierigkeit liegt in dem Bruchteil einer Sekunde, nachdem die Tinte aufgetragen wird. Sie trocknet nicht wie andere Tinte. Sie härtet.

Was Härtung bei Kontakt bedeutet

Ein UV-Drucker trägt die Tinte auf wie jeder digitale Drucker, nach der Vorlage aus einer Datei. Der Unterschied kommt direkt danach: Eine UV-Lampe fährt über die frische Tinte und löst eine chemische Reaktion aus, die Photopolymerisation. Sie härtet die Tinte in Sekunden. Nicht Minuten. Sekunden.

Weil die Tinte bei Kontakt härtet statt einzuziehen, funktioniert sie auf Oberflächen, die normale Tinte abweisen würden: Glas, Metall, Acryl, Holz, Leder, Keramik, Hartplastik. Flachbettdrucker übernehmen die starren Teile. Rollendrucker übernehmen die flexiblen Materialien und die großen Auflagen.

Wo wir es einsetzen

Trinkflaschen und Becher aus Metall und Glas. Acrylpreise und Schilder. Holzprodukte, Handyhüllen, USB-Sticks, Schlüsselanhänger, feste Verpackungen. Überall dort, wo eine harte, nicht poröse Oberfläche einen direkten Druck braucht und ein Etikett oder Transfer nicht die Antwort ist.

Es deckt auch Banner, Displays und Messegrafik im Großformat ab, auch wenn das meiste, was wir so drucken, auf der kleineren, härteren Oberfläche landet: die Flasche, nicht die Messewand.

Was ein Fehler kostet

Die Ausrüstung ist teuer. Das zeigt sich am schnellsten bei kleinen Mengen: Eine kurze Auflage kostet pro Stück mehr als dieselbe Auflage im Siebdruck. Gebogene oder sehr flexible Oberflächen können einen Flachbettdrucker komplett ausbremsen. Für manche gibt es Spezialmaschinen, für andere nicht. Und manche Kunststoffe und beschichtete Materialien nehmen die gehärtete Tinte ohne Grundierung nicht an.

Wir testen die Haftung, bevor wir eine Produktion starten. Nicht weil es meistens schiefgeht. Sondern weil es, wenn es passiert, auf dem Lager des Kunden passiert. Nicht auf unserem.

Wann wir uns dafür entscheiden

UV-Druck verdient seinen Platz bei harten Produkten: Metallflaschen, Glas, Holz, Acryl, überall dort, wo ein Vollfarbdruck direkt auf einer starren Oberfläche sitzt und das Finish Teil dessen ist, wofür der Kunde bezahlt. Bei Textilien leistet eine andere Methode bessere Arbeit. Wir zwingen keine Technik dazu, jeden Auftrag abzudecken. Das ist nicht der Sinn davon, neun davon zu haben.

Unser Teil davon

Sofortige Härtung, harte Oberflächen, keine Grundierung außer das Material verlangt sie, Haftung getestet, bevor die Auflage rausgeht. Das ist unser Teil des Geschäfts. Und die Frage dahinter: ob ein Druckauftrag ein Etikett braucht, oder eine Technik, die die Oberfläche selbst zum Markenzeichen macht.